Verzehrquote
Die Verzehrquote beschreibt, wie stark das operative Ergebnis einer Bank durch Bewertungen im Kreditgeschäft belastet wird. Sie setzt die Bewertungsspanne ins Verhältnis zum Betriebsergebnis vor Bewertung, jeweils bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme. Da Bewertungsaufwendungen meist negativ sind, fällt die Verzehrquote üblicherweise ebenfalls negativ aus. Ein stärker negativer Wert zeigt an, dass Kreditrisiken einen größeren Teil des operativen Ergebnisses „verzehren“. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 115 f.)
Beispiel: Erzielt eine Bank ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,27 % der durchschnittlichen Bilanzsumme, muss jedoch gleichzeitig Bewertungsaufwendungen in Höhe von –0,48 % verbuchen, dann ergibt sich eine Verzehrquote von –37,8 %. Das bedeutet, dass gut ein Drittel des operativen Ergebnisses durch Kreditrisiken aufgezehrt wurde – die Bank kann also nur rund zwei Drittel ihrer ursprünglichen operativen Erträge behalten.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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