Verteilungsgerechtigkeit
Verteilungsgerechtigkeit bezeichnet im schulischen Kontext ein Verständnis von Bildungsgerechtigkeit, nach dem Abschlüsse, Zertifikate und Bildungsberechtigungen anhand des Leistungsprinzips vergeben werden. Ein Schulsystem gilt demnach als gerecht, wenn individuelle schulische Leistungen darüber entscheiden, welche weiteren Bildungs- und späteren Berufswege Schülerinnen und Schüler einschlagen können (meritokratisches Versprechen). (vgl. Beutel/Pant 2020, S. 45 ff.)
Beispiel: Eine Schülerin erhält aufgrund ihrer guten Leistungen in den zentralen Prüfungen die Zulassung zur gymnasialen Oberstufe, während ein Mitschüler mit schwächeren Ergebnissen einen anderen Bildungsweg einschlägt. Die unterschiedlichen Bildungschancen werden dabei ausschließlich nach dem Leistungsprinzip verteilt und nicht nach sozialer Herkunft oder persönlichen Merkmalen.
Beutel, S.; H. A. Pant (2020): Lernen ohne Noten. Alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung. Stuttgart: Kohlhammer




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