Verschuldungsstruktur
Die Verschuldungsstruktur bezeichnet die Zusammensetzung des Fremdkapitals eines Unternehmens nach Art der Kapitalgeber (z. B. Kreditinstitute, Lieferanten, sonstige Gläubiger). Sie zeigt, in welchem Umfang sich ein Unternehmen über Bankkredite, Lieferantenkredite oder andere externe Finanzierungsquellen verschuldet und erlaubt Rückschlüsse auf Liquidität, Finanzierungskosten und Abhängigkeiten von einzelnen Kapitalgebern. (vgl. Roos 2024, S. 393)
Beispiel: Ein Unternehmen hat insgesamt 1.000.000 € Fremdkapital, davon entfallen 600.000 € auf Bankkredite und 400.000 € auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verschuldungsstruktur zeigt damit, dass 60 % der Schulden gegenüber Kreditinstituten und 40 % gegenüber Lieferanten bestehen, sodass das Unternehmen stärker von Banken als von Lieferantenkrediten abhängig ist.
Roos, B. (2024): Grundlagen der Bilanzierung. 2. Auflage. München: UVK Verlag




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