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Verlustfunktion

10. Feb.
1 Min. Lesezeit

Die Verlustfunktion beschreibt eine mathematische Gleichung, mit der die quadratischen Abweichungen zentraler makroökonomischer Zielgrößen von ihren jeweiligen Zielwerten gemessen werden. Sie dient in der Makroökonomie als etabliertes Instrument zur Bewertung der Effizienz geldpolitischer Strategien, wobei Effizienz die bestmögliche Erreichung von Preisstabilität und nachhaltiger maximaler Beschäftigung bei möglichst geringen sozialen Kosten bezeichnet. (vgl. Plaasch 2025, S. 39 ff.)


Beispiel: Bewertung einer geldpolitischen Entscheidung einer Zentralbank: Liegt die Inflation über der Zielinflation, ist die Produktionslücke negativ und wird der Politikzins deutlich angehoben, so erhöhen sich die quadratischen Abweichungen aller drei Komponenten und der Wert der Verlustfunktion steigt. Dies signalisiert hohe soziale Kosten, da weder Preisstabilität noch eine Auslastung des Produktionspotenzials erreicht werden und zusätzlich starke Zinsänderungen auftreten.


Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien

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