Verlustfreie Bewertung
Die verlustfreie Bewertung ist eine Methode zur Ermittlung des beizulegenden Wertes von fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Dabei werden vom am Absatzmarkt erzielbaren Verkaufspreis die bereits angefallenen sowie bei unfertigen Erzeugnissen die noch anfallenden Aufwendungen abgezogen. Der verbleibende Betrag dient als Bewertungswert. Werden die erwarteten Verkaufserlöse und Aufwendungen tatsächlich erreicht, entsteht aus dem Verkauf weder ein Gewinn noch ein Verlust. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 246)
Beispiel: Ein Unternehmen kann ein fertiges Produkt voraussichtlich für 1.000 € verkaufen. Die noch nicht anderweitig berücksichtigten Aufwendungen für Verkauf und Abwicklung betragen 100 €. Der verbleibende Betrag und damit der Wert nach dieser vereinfachten verlustfreien Bewertung beträgt 900 €. Werden die Erwartungen erfüllt, entsteht aus dem Verkauf kein zusätzlicher Gewinn oder Verlust.
Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.
3. Auflage. Wiesbaden: Gabler




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