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Verhaltensökonomie

20. Juli
1 Min. Lesezeit

Die Verhaltensökonomie untersucht, wie Menschen tatsächlich wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Dabei berücksichtigt sie, dass Entscheidungen nicht immer vollkommen rational sind, sondern auch von psychologischen Faktoren wie Emotionen, sozialen Einflüssen und begrenzter Rationalität beeinflusst werden. Sie hinterfragt damit die Annahmen des Homo oeconomicus und versucht, menschliches Verhalten realistischer zu erklären. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 656 ff.)


Beispiel: Ein Verbraucher kauft ein Produkt im Sonderangebot, obwohl er es eigentlich nicht benötigt. Die Entscheidung wird dabei nicht nur vom Preis, sondern auch von psychologischen Einflüssen wie der Angst, ein vermeintlich gutes Angebot zu verpassen, beeinflusst. Dies zeigt, dass wirtschaftliche Entscheidungen häufig nicht ausschließlich rational getroffen werden.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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