Verbriefte Verbindlichkeiten
Verbriefte Verbindlichkeiten sind handelbare Schuldpapiere, die eine Bank am Kapitalmarkt ausgibt, um sich langfristig oder mittelfristig Geld zu beschaffen. Dazu zählen z. B. Schuldverschreibungen, Pfandbriefe oder Geldmarktpapiere. Anleger kaufen diese Wertpapiere und stellen der Bank damit Kapital zur Verfügung; im Gegenzug erhalten sie Zinsen und später die Rückzahlung des Nominalbetrags. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 61 ff.)
Beispiel: Eine Bank benötigt 200 Mio. € zur Finanzierung langfristiger Immobilienkredite. Dafür gibt sie Pfandbriefe mit einer Laufzeit von 5 Jahren aus. Investoren kaufen diese Pfandbriefe und stellen der Bank damit das nötige Kapital zur Verfügung. Die Bank refinanziert sich also über verbriefte, am Markt handelbare Wertpapiere.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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