Verbindlichkeitsstruktur
Die Verbindlichkeitsstruktur bezeichnet die Aufteilung der unternehmensexternen Mittel (Fremdkapital) nach ihrer Restlaufzeit in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Verbindlichkeiten. Sie zeigt, in welchem zeitlichen Umfang Rückzahlungen an externe Kapitalgeber anstehen und erlaubt damit Rückschlüsse auf die Liquiditätsbelastung und finanzielle Stabilität eines Unternehmens. (vgl. Roos 2024, S. 390 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen hat Verbindlichkeiten von insgesamt 1.000.000 €. Davon sind 300.000 € innerhalb eines Jahres fällig (kurzfristig), 400.000 € haben eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren (mittelfristig) und 300.000 € sind erst nach mehr als fünf Jahren zurückzuzahlen (langfristig). Die Verbindlichkeitsstruktur zeigt somit, dass 30 % der Schulden kurzfristig Liquidität binden, während 70 % mittelfristig und langfristig finanziert sind, was auf eine vergleichsweise stabile Finanzierungsstruktur hindeutet.
Roos, B. (2024): Grundlagen der Bilanzierung. 2. Auflage. München: UVK Verlag




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