Variables Eigenkapital
- Andreas Armster

- vor 5 Tagen
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Variables Eigenkapital bezeichnet eine Darstellungsform des Eigenkapitals, bei der sich der Bestand von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr verändert, weil Einlagen, Entnahmen sowie Gewinne und Verluste fortlaufend auf einem oder mehreren variablen Kapitalkonten erfasst werden. Diese Form ist typisch für Einzelkaufleute und Personengesellschaften und weist ein hohes Verlustdeckungspotential auf, da das Eigenkapital nicht fest gebunden ist. (vgl. Roos 2024, S. 275 f.)
Beispiel: Ein Einzelunternehmer weist zu Beginn des Jahres ein Eigenkapital von 100.000 € aus. Im Laufe des Jahres erzielt er einen Gewinn von 30.000 € und entnimmt privat 10.000 €. Da beim variablen Eigenkapital Gewinne und Entnahmen unmittelbar auf dem Kapitalkonto verbucht werden, beträgt das ausgewiesene Eigenkapital am Jahresende 120.000 €.
Roos, B. (2024): Grundlagen der Bilanzierung. 2. Auflage. München: UVK Verlag



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