Unternehmenswertorientierte Organisation
Eine unternehmenswertorientierte Organisation ist so gestaltet, dass klar definierte, möglichst autonome Einheiten geschaffen werden, deren Leistung sich eindeutig am Shareholder Value messen lässt. Sie dient der Kontrolle und Anreizsetzung des Managements zur Steigerung des Unternehmenswerts, wobei Verantwortungsbereiche klar abgegrenzt und Informationsstrukturen sowie Vergütungsstrukturen wertsteigerungsorientiert ausgestaltet sind.
Organisationseinheiten werden wie „Unternehmen im Unternehmen“ geführt, um transparente Wertbeiträge zu identifizieren und zu fördern. Gleichzeitig müssen Vernetzung und Wissenstransfer zwischen den Einheiten beachtet werden, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 444 ff.)
Beispiel: Ein Automobilkonzern gliedert sich in eigenständige Geschäftsbereiche für PKW, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Jeder Bereich hat eine eigene Geschäftsführung, ein eigenes Budget und eigene Gewinnverantwortung. Der Vorstand misst den Erfolg der Bereiche anhand des Beitrags zum Shareholder Value. Gleichzeitig nutzen die Bereiche gemeinsame Forschungsressourcen und Entwicklungsressourcen sowie einen Markennamen, um Synergien und Wissenstransfer zu sichern.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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