Unternehmensorientierte Evolutionstheorie
- Andreas Armster

- 27. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die unternehmensorientierte Evolutionstheorie untersucht, warum sich einzelne Unternehmen unterscheiden und wie ihre spezifischen Routinen, Fähigkeiten und Erfahrungen („capabilities“) ihre Fitness beeinflussen. Anders als die populationsorientierte Theorie betont sie gezielten Wandel. Unternehmen entwickeln sich evolutionär durch Lernen, Experimente und Anpassung, wobei Strukturen und Strategien nicht vollständig planbar, aber dennoch beeinflussbar sind. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 166)
Beispiel: Zwei Autohersteller in derselben Branche überleben beide, obwohl sie unterschiedliche Ansätze verfolgen – der eine setzt auf Elektromobilität, der andere auf Verbrennungsmotoren. Ihr Erfolg hängt von den einzigartigen Kompetenzen, Routinen und Erfahrungen jedes Unternehmens ab, nicht allein von der Umwelt.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag



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