Tobin-Separation
Tobin-Separation bezeichnet das Prinzip, dass sich die Anlageentscheidung eines Investors in zwei voneinander unabhängige Schritte aufteilen lässt: Zunächst wird ein für alle Investoren identisches optimales risikobehaftetes Portfolio (das Marktportfolio) bestimmt, anschließend entscheidet jeder Investor individuell entsprechend seiner Risikoaversion über die Aufteilung seines Vermögens zwischen diesem Marktportfolio und der risikolosen Anlage. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 181 ff.)
Beispiel: Ein Anleger investiert zunächst in das für alle optimale Marktportfolio aus Aktien. Anschließend legt er – je nach persönlicher Risikoneigung – einen Teil seines Vermögens zusätzlich risikolos in Staatsanleihen an oder nimmt sogar einen Kredit zum risikolosen Zinssatz auf, um mehr in das Marktportfolio zu investieren.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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