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Theorie der impliziten Kontrakte

Die Theorie der impliziten Kontrakte erklärt Lohnrigidität dadurch, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten über den Konjunkturzyklus hinweg ein gleichbleibendes Einkommen zusichern – als eine Art „Versicherung“ gegen Einkommensschwankungen. Im Gegenzug akzeptieren Arbeitnehmer einen etwas niedrigeren Lohn als den markträumenden Durchschnittslohn. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 418)


Beispiel: Ein Maschinenbauunternehmen zahlt seinen Angestellten während einer wirtschaftlichen Flaute weiterhin den üblichen Lohn, obwohl es weniger Aufträge gibt. Im Gegenzug erwarten die Mitarbeiter in Boomphasen keine übermäßige Lohnerhöhung – ein unausgesprochener „Versicherungsvertrag“ zwischen beiden Seiten.


Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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