Team-Work-Management
Team-Work-Management ist ein Organisationsansatz, bei dem Teamarbeit zum zentralen Strukturprinzip gemacht wird. Jeder Mitarbeiter ist Teil einer Arbeitsgruppe, wobei einzelne Personen in mehreren Gruppen („linking pins“) gleichzeitig wirken, um horizontale und vertikale Vernetzung zu gewährleisten. Entscheidungen werden idealerweise im Konsens innerhalb der Teams getroffen, während die Hierarchie nicht aufgehoben, sondern nur relativiert wird. Ziel ist eine koordinierte, partizipative Zusammenarbeit, die die Stärken der Mitglieder optimal nutzt und die Effizienz und Motivation steigert. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 388 f.)
Beispiel: Ein mittelständisches Produktionsunternehmen, das alle Abteilungen in überlappende Teams organisiert: Ein Mitarbeiter aus der Fertigung ist gleichzeitig Mitglied im Qualitäts- und im Innovations-Team („linking pin“). So werden Verbesserungsvorschläge aus der Produktion direkt an die Qualitätssicherung und Entwicklungsabteilung weitergeleitet. Entscheidungen über Prozessänderungen werden innerhalb der Teams gemeinsam diskutiert, während die Abteilungsleiter bei Konflikten noch das letzte Wort haben. Dieses Modell sorgt für schnellere Abstimmungen, höhere Flexibilität und stärkere Mitarbeitereinbindung.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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