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Tageskonventionen

Tageskonventionen sind Regeln zur Zählung von Tagen bei Zinsberechnungen. Sie legen fest, wie viele Tage ein Jahr bzw. eine Zinsperiode „hat“ (z. B. 360 oder 365 Tage) und bestimmen so, wie hoch die Zinsen tatsächlich ausfallen. (vgl. Heitmann/Skill/Weiß 2022, S. 17 ff.)


Beispiel: Wenn du 1.000 € für 90 Tage zu einem Zinssatz von 5 % pro Jahr anlegst, hängt die tatsächliche Höhe der Zinsen von der verwendeten Tageskonvention ab. Bei der ACT/360-Methode werden die 90 Tage durch 360 geteilt, sodass sich ein Zins von 12,50 € ergibt. Verwendet man hingegen die ACT/365-Methode, werden die 90 Tage durch 365 geteilt, wodurch der Zins mit etwa 12,33 € etwas niedriger ausfällt. Obwohl der Zinssatz gleich ist, führt die unterschiedliche Zählweise der Tage zu leicht abweichenden Ergebnissen.


Heitmann, D.; Skill, T.; Weiß, C. (2022): Finanzmathematik. Eine Einführung für Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Praxis. Berlin: Springer Gabler

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