Subjektive Werttheorie
- Andreas Armster

- 5. Jan.
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Die subjektive Werttheorie betrachtet den Unternehmenswert als abhängig von der jeweiligen Interessenslage und Entscheidungssituation der bewertenden Partei. Im Gegensatz zur objektiven Werttheorie wird hier kein allgemeingültiger Unternehmenswert ermittelt, sondern der individuelle Wert, den ein Unternehmen für eine bestimmte Partei in der Zukunft stiftet. Wesentliche Prinzipien sind die Zukunftsbezogenheit (nur zukünftiger Nutzen ist relevant) und die Gesamtbewertung (das Unternehmen wird als Ganzes bewertet, inklusive Synergieeffekte). Dadurch können für ein Unternehmen mehrere Werte existieren, die jeweils am Bewertungssubjekt orientiert sind. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 188 ff.)
Beispiel: Ein Investor möchte ein mittelständisches IT-Unternehmen kaufen. Für ihn ist der Unternehmenswert hoch, weil er Synergien mit seinem bestehenden Geschäft sieht und zukünftige Gewinne stark steigen werden. Ein anderer potenzieller Käufer aus der gleichen Branche bewertet dasselbe Unternehmen niedriger, da er diese Synergien nicht nutzen kann.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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