Stuttgarter Verfahren
Das Stuttgarter Verfahren ist eine Schätzungsmethode zur Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, wenn deren gemeiner Wert nicht aus tatsächlichen Verkäufen abgeleitet werden kann. Dabei werden sowohl der Vermögenswert als auch die Ertragsaussichten des Unternehmens nach einer festgelegten Formel berücksichtigt. (vgl. Puke 2023, S. 258)
Beispiel: Ein Gesellschafter möchte seine Anteile an einer nicht börsennotierten GmbH verschenken. Da es keine vergleichbaren Verkäufe der Anteile gibt, kann der gemeine Wert nicht direkt bestimmt werden. Deshalb wird der Unternehmenswert nach dem Stuttgarter Verfahren geschätzt, indem sowohl das Unternehmensvermögen als auch die zukünftigen Ertragsaussichten in die Bewertung einfließen.
Puke, M. (2023): Lexikon für Steuerfachangestellte. 19. Auflage. Herne: NWB Verlag




Kommentare