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Strukturationsansatz

28. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Der Strukturationsansatz (nach Anthony Giddens) versteht Organisationen als fortlaufende Prozesse, in denen Strukturen und Handlungen sich gegenseitig hervorbringen. Strukturen (Regeln und Ressourcen) sind zugleich Ergebnis des Handelns der Akteure und Medium, das dieses Handeln ermöglicht und begrenzt. Ordnung entsteht durch routinierte soziale Praktiken, die über Raum und Zeit hinweg immer wieder reproduziert werden, wobei Akteure bewusst handeln, aber auch unbeabsichtigte Folgen erzeugen. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 195 ff.)


Beispiel: In einem Unternehmen gibt es die ungeschriebene Regel, dass Entscheidungen vor Meetings informell abgestimmt werden. Mitarbeitende handeln danach, weil sie diese Praxis kennen und für sinnvoll halten. Indem sie sich immer wieder so verhalten, reproduzieren sie diese Regel zugleich. Die Struktur (informelle Abstimmung) entsteht also durch das Handeln der Akteure und steuert dieses Handeln gleichzeitig.


Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag

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