Strukturanalyse des Wissens
Die Strukturanalyse des Wissens ist eine diagnostische Methode, bei der der individuelle Wissensstand eines Schülers systematisch untersucht wird, um Breite, Schwere und Tiefe von Wissenslücken zu erfassen. Ziel ist es, auf Grundlage dieser Analyse gezielte Fördermaßnahmen und pädagogische Entscheidungen zu ermöglichen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 115 ff.)
Beispiel: Eine Lehrerin möchte herausfinden, warum ein Schüler in Mathematik Schwierigkeiten hat. Sie sammelt Aufgaben aus Klassenarbeiten der letzten zwei Jahre und lässt den Schüler diese Aufgaben bearbeiten. Dabei stellt sie fest, dass er besonders bei Bruchrechnungen und Textaufgaben große Lücken hat, während er Grundrechenarten gut beherrscht. Auf Grundlage dieser Strukturanalyse des Wissens kann sie gezielt Förderaufgaben zu Bruchrechnungen einplanen und den Schüler beim Üben von Textaufgaben individuell unterstützen.
Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich




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