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Streitschlichtung

26. Aug.
1 Min. Lesezeit

Streitschlichtung ist eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler lernen, Konflikte mithilfe einer neutralen Person gemeinsam und konstruktiv zu lösen. Die Konfliktparteien schildern ihre Sichtweisen, benennen ihre Wünsche und Gefühle und entwickeln anschließend gemeinsam eine für alle akzeptable Lösung. Ziel ist es, Konflikte spielerisch zu bearbeiten und eine Vereinbarung zu treffen, bei der es keine Verliererinnen und Verlierer gibt. (vgl. Thömmes 2026, S. 200)


Beispiel: In einer Klasse gibt es einen Streit zwischen zwei Schülerinnen und Schülern. Eine Schülerin oder ein Schüler übernimmt die Rolle der Streitschlichterin bzw. des Streitschlichters und führt die Beteiligten durch das Gespräch. Zunächst schildern die Konfliktparteien aus ihrer jeweiligen Sicht, was passiert ist. Anschließend werden verschiedene Rollen wie Wut, Harmonie oder Provokation eingenommen, um die unterschiedlichen Gefühle und Positionen im Konflikt sichtbar zu machen. Danach formulieren die Beteiligten, was sie sich voneinander wünschen und welchen eigenen Beitrag sie zur Lösung leisten können. Die Streitschlichterin bzw. der Streitschlichter fasst die Aussagen zusammen und macht einen konkreten Lösungsvorschlag. Abschließend einigen sich alle Beteiligten auf eine gemeinsame Vereinbarung und unterschreiben diese.


Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

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