Strategic-Choice-Ansatz
- Andreas Armster

- 5. Juli 2025
- 1 Min. Lesezeit
Der Strategic-Choice-Ansatz (Kochan/Katz/McKersie, 1994) verbindet Theorien der industriellen Beziehungen mit dem Strategischen Human Resource Management. Er betont die aktiven Handlungsspielräume der Akteure (z. B. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Staat) auf drei Ebenen – strategisch, tarifvertraglich und arbeitsplatzbezogen – und analysiert deren Entscheidungen im Kontext von Umweltfaktoren, Unternehmensstrategie und institutionellen Strukturen. Das Modell zeigt, wie strategische Entscheidungen im HR- und Tarifkontext die Leistung von Unternehmen und Beschäftigten beeinflussen. (vgl. Oechsler/Paul 2024, S. 102 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen entscheidet sich aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels (externer Faktor) für eine neue Personalstrategie: Es schließt einen Haustarifvertrag mit flexibleren Arbeitszeiten und besseren Weiterbildungsangeboten ab (tarifvertragliche Ebene), führt neue Führungsprinzipien zur Mitarbeiterbeteiligung ein (arbeitsplatzbezogene Ebene) und verfolgt langfristig eine Arbeitgebermarkenstrategie (strategische Ebene), um attraktiver für Fachkräfte zu werden.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



Kommentare