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Straddle

6. Jan.
1 Min. Lesezeit

Ein Straddle ist eine Optionsstrategie, bei der gleichzeitig eine Call-Option und eine Put-Option auf denselben Basiswert, mit demselben Basispreis und derselben Laufzeit gekauft (Long Straddle) oder verkauft (Short Straddle) werden. Ein Long Straddle zielt darauf ab, von starken Kursbewegungen in beide Richtungen zu profitieren, während ein Short Straddle auf einen stabilen Kurs nahe dem Basispreis spekuliert. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 398 f.)


Beispiel: Ein Investor kauft einen Call und einen Put auf die Aktie von Unternehmen X mit einem Basispreis von 100 € und einer Laufzeit von einem Monat, die Optionsprämien betragen jeweils 5 €. Steigt der Kurs auf 120 €, wird der Call ausgeübt und der Gewinn beträgt 10 € nach Abzug der Prämien. Fällt der Kurs auf 80 €, wird der Put ausgeübt und der Gewinn ebenfalls 10 €. Bleibt der Kurs bei 100 €, verfallen beide Optionen, und der Verlust entspricht den gezahlten Prämien von 10 €. So profitiert der Investor von starken Kursbewegungen in beide Richtungen.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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