Stille Selbstfinanzierung
- Andreas Armster

- 6. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Stille Selbstfinanzierung ist die Finanzierung des Unternehmens durch Einbehaltung nicht ausgewiesener Gewinne, die durch bilanzpolitische Maßnahmen wie Unterbewertung von Aktiva oder Überbewertung von Passiva entstehen. Dabei wird der Gewinn niedriger ausgewiesen, als er tatsächlich ist, sodass das Unternehmen Kapital einbehält, das extern nicht erkennbar ist. Im Unterschied zur offenen Selbstfinanzierung erhöht sich hier nicht das bilanzielle, sondern nur das effektive Eigenkapital. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 355 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen schreibt seine Lagerbestände bewusst niedriger an, als sie tatsächlich wert sind, wodurch der ausgewiesene Gewinn um 10.000 € sinkt. Diese 10.000 € verbleiben als stille Selbstfinanzierung im Unternehmen und können für Investitionen genutzt werden, ohne dass Außenstehende den zusätzlichen Finanzierungsbetrag erkennen.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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