Statische Ineffizienz
- Andreas Armster

- 15. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Statische Ineffizienz liegt vor, wenn in einer gegebenen Situation (Zeitpunktbetrachtung) nicht die gesellschaftlich effiziente Menge eines Gutes produziert und konsumiert wird, obwohl dies technisch möglich wäre. Typischerweise entsteht sie bei Monopolen, weil diese zur Gewinnmaximierung die Menge künstlich verknappen und einen zu hohen Preis setzen, sodass wohlfahrtssteigernde Tauschakte unterbleiben. (vgl. Roth 2021, S. 189 ff.)
Beispiel: Der Monopolist könnte Wasser zu Kosten von einem Euro pro Liter herstellen, entscheidet sich aber, nur eine geringere Menge anzubieten und dafür einen Preis von drei Euro pro Liter zu verlangen, um seinen Gewinn zu maximieren. Viele Haushalte wären bereit, einen Preis zwischen einem und drei Euro zu zahlen, erhalten aber kein Wasser. Dadurch kommen eigentlich vorteilhafte Tauschgeschäfte nicht zustande, die gesamtwirtschaftlich sinnvoll wären. Das Ergebnis ist eine zu geringe angebotene Menge bei einem zu hohen Preis.
Roth, S. J. (2021): VWL für Einsteiger. 6. Auflage. München: UVK Verlag



Kommentare