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Staatsverschuldung

22. Juli
1 Min. Lesezeit

Staatsverschuldung bezeichnet die Aufnahme von Schulden durch den Staat, wenn seine Ausgaben höher sind als seine Einnahmen. Zur Finanzierung dieses Haushaltsdefizits nimmt der Staat Kredite auf. Die Summe aller aufgenommenen und noch nicht zurückgezahlten Kredite wird als Gesamtverschuldung bezeichnet. Eine hohe Staatsverschuldung kann zu steigenden Zinskosten führen, private Investitionen verdrängen und die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des Staates einschränken. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 582 f.)


Beispiel: Der Staat investiert während einer Wirtschaftskrise zusätzlich 100 Milliarden Euro in Konjunkturprogramme, obwohl die vorhandenen Steuereinnahmen dafür nicht ausreichen. Um diese Ausgaben zu finanzieren, nimmt er Kredite auf. Dadurch steigt die Staatsverschuldung.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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