Spickzettel
Bei dem Spickzettel handelt es sich um eine Unterrichtsmethode, bei der Schülerinnen und Schüler den Lernstoff auf einem kleinen Zettel möglichst kurz, präzise und übersichtlich zusammenfassen. Dabei müssen sie sich auf die wesentlichen Lerninhalte beschränken und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden. Die Methode dient insbesondere dazu, Wissen abzurufen, Inhalte prägnant zu formulieren und den Lernstoff für eine spätere Wiederholung oder zur Prüfungsvorbereitung kompakt festzuhalten. (vgl. Thömmes 2026, S. 240)
Beispiel: Im Wirtschaftsunterricht zum Thema „Unternehmensziele“ erhalten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Zettel und haben beispielsweise zehn Minuten Zeit, einen Spickzettel zu erstellen. Sie notieren darauf die wichtigsten Unternehmensziele, etwa Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung, Kostensenkung, Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit, und formulieren zu jedem Begriff eine möglichst kurze Erklärung. Anschließend werden die Spickzettel vorgelesen und miteinander verglichen. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen, welcher Spickzettel besonders präzise und übersichtlich ist, und begründen ihre Einschätzung. Dadurch wiederholen sie den Lernstoff und üben gleichzeitig, wesentliche wirtschaftliche Inhalte von weniger wichtigen Informationen zu unterscheiden.
Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr




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