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Sozialisationsfunktion von Noten

13. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Jan.

Die Sozialisationsfunktion von Noten besteht darin, Lernende an eine bürokratische Form der Anerkennung heranzuführen: Nicht Sympathie, Gehorsam oder persönliche Beziehungen bestimmen die Bewertung, sondern ausschließlich die erzielten Leistungen. So lernen Schülerinnen und Schüler früh, dass Ergebnisse und Handlungsresultate die Grundlage für Bewertung und Anerkennung in Schule und Gesellschaft sind. (vgl. Beutel/Pant 2020, S. 33 ff.)


Beispiel: Ein Kind in der Grundschule erhält für eine Mathearbeit eine Note 2, obwohl es vielleicht beliebt und freundlich ist. Die Note zeigt dem Kind, dass nur die tatsächliche Leistung zählt, nicht Sympathie oder Verhalten. Dadurch lernt es, dass Erfolg und Anerkennung an messbare Ergebnisse gebunden sind; ein früher Einstieg in die „Leistungslogik“ der Gesellschaft.


Beutel, S.; H. A. Pant (2020): Lernen ohne Noten. Alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung. Stuttgart: Kohlhammer

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