Sozialisation
- Andreas Armster

- 1. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Sozialisation bezeichnet den lebenslangen Prozess, in dem ein Individuum die in seiner Gesellschaft oder sozialen Gruppe geltenden Werte, Normen, Rollen und Verhaltensmuster erlernt, verinnerlicht und zu einem Teil seiner Persönlichkeit macht. Sie erfolgt durch die Auseinandersetzung mit der sozialen und materiellen Umwelt, durch Interaktionen mit Bezugspersonen (z. B. Eltern, Lehrkräfte, Peers) sowie durch Institutionen wie Schule, Medien und Arbeitswelt. Sozialisation dient damit der Integration des Einzelnen in die Gesellschaft und der Entwicklung einer individuellen Identität. (vgl. Corsten 2020, S. 79 ff.)
Beispiel: Ein Kind lernt von seinen Eltern, dass man „bitte“ und „danke“ sagt. In der Schule erfährt es, wie man sich in Gruppen verhält, und später im Beruf übernimmt es Arbeitsnormen wie Pünktlichkeit oder Teamarbeit. All diese Erfahrungen prägen seine Persönlichkeit und zeigen, wie Sozialisation im Alltag wirkt.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS



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