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Soziale Differenzierung

1. Sept. 2025
1 Min. Lesezeit

Unter soziale Differenzierung des Lebensverlaufs versteht Mayer die Vielfalt und Ungleichheit von Lebensverläufen in Abhängigkeit von sozialen Faktoren wie Geschlecht, Herkunft, Bildung, Generation oder gesellschaftlich-historischen Bedingungen. Im Gegensatz zur Idee eines einheitlich institutionalisierten Normallebenslaufs betont dieser Ansatz, dass Lebensläufe unterschiedlich verlaufen und durch soziale Ungleichheit, historische Brüche und gegenläufige Entwicklungen geprägt sind. (vgl. Corsten 2020, S. 70 f.)


Beispiel: Während ein junger Mann aus einer Akademikerfamilie nach dem Abitur studiert und eine leitende Position erreicht, beginnt eine Frau aus einer Arbeiterfamilie direkt nach der Schule eine Ausbildung und unterbricht ihre Erwerbstätigkeit später wegen der Kindererziehung. Diese Unterschiede zeigen die soziale Differenzierung des Lebensverlaufs, da Herkunft, Geschlecht und Bildung unterschiedliche Lebenswege strukturieren.


Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS

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