Sozialbiografische Entwicklung
- Andreas Armster

- 1. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Sozialbiografische Entwicklung bezeichnet den Prozess, in dem sich ein Individuum im Verlauf seines Lebens durch Interaktionen mit Umwelt, sozialen Gruppen und Institutionen kognitiv, moralisch und sozial weiterentwickelt. Sie vollzieht sich stufenartig oder phasenartig, etwa nach den Modellen von Piaget (kognitive Stadien), Kohlberg (moralische Urteilsstufen) oder Selman (Entwicklung sozialer Perspektiven), wobei frühere Erfahrungen die Basis für spätere Entwicklungsschritte bilden. (vgl. Corsten 2020, S. 122 ff.)
Beispiel: Ein Kind beginnt in der Vorschule, Regeln im Spiel zu verstehen (prä-konventionelles moralisches Urteilen nach Kohlberg) und lernt später in der Schule, die Perspektive anderer einzunehmen und Konflikte fair zu lösen (konventionelles moralisches Urteilen). Dies zeigt, wie sich soziale Fähigkeiten und moralisches Denken stufenweise im Lebenslauf entwickeln.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS



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