Sklavensyndrom
Das Sklavensyndrom bezeichnet ein Phänomen, bei dem Menschen in einem Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat staatliche Fürsorge und Versorgung zunehmend als Entlastung empfinden und dadurch bereit sind, persönliche Verantwortung und individuelle Freiheit zugunsten staatlicher Absicherung aufzugeben. Der Begriff wird vor allem in wirtschaftspolitischen und gesellschaftspolitischen Diskussionen verwendet und beschreibt eine kritische Sichtweise auf eine zunehmende Abhängigkeit vom Staat. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 550)
Beispiel: Wenn Bürger ausschließlich auf staatliche Unterstützungsleistungen vertrauen und deshalb immer weniger Eigenverantwortung für ihre Altersvorsorge oder finanzielle Absicherung übernehmen, wird dies von Vertretern dieses Konzepts als Ausdruck des Sklavensyndroms bezeichnet.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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