Short Strangle
- Andreas Armster

- 26. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Der Short Strangle ist eine Optionsstrategie, bei der der Investor gleichzeitig einen Out-of-the-Money Call und einen Out-of-the-Money Put auf denselben Basiswert mit identischer Laufzeit verkauft. Ziel ist es, von einer geringen Volatilität zu profitieren, da beide Optionen im Idealfall wertlos verfallen. Der maximale Gewinn dieser Strategie entspricht den vereinnahmten Prämien, während das Verlustpotenzial auf beiden Seiten theoretisch unbegrenzt ist, wenn sich der Kurs des Basiswertes stark nach oben oder unten bewegt. (vgl. Ernst/Häcker 2022, S. 139)
Beispiel: Ein Investor verkauft einen Put mit Basispreis 95 € und einen Call mit Basispreis 105 € auf eine Aktie, die aktuell bei 100 € steht. Solange der Aktienkurs bis zum Verfall zwischen 95 € und 105 € bleibt, verfallen beide Optionen wertlos, und der Investor behält die vereinnahmten Prämien als Gewinn. Fällt der Kurs jedoch stark unter 95 € oder steigt deutlich über 105 €, entstehen Verluste, die im Fall nach oben theoretisch unbegrenzt sind.
Ernst, D.; Häcker, J. (2022): Derivate: Optionen und Futures Schritt für Schritt. München: UVK Verlag



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