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Short Straddle

Der Short Straddle ist eine Optionsstrategie, bei der ein Investor gleichzeitig einen Call und einen Put mit demselben Basispreis und derselben Laufzeit verkauft. Sie wird eingesetzt, wenn der Investor von einer geringen Volatilität und einer stabilen Kursentwicklung des Basiswertes ausgeht. Der maximale Gewinn entspricht der vereinnahmten Optionsprämie, während das Verlustpotenzial bei starken Kursbewegungen in beide Richtungen theoretisch unbegrenzt ist. (vgl. Ernst/Häcker 2022, S. 141)


Beispiel: Ein Anleger verkauft einen Call und einen Put auf eine Aktie mit Basispreis 100 EUR und gleicher Laufzeit. Er erhält dafür eine Gesamtprämie von 8 EUR. Bleibt der Aktienkurs bis zum Laufzeitende exakt bei 100 EUR, verfällt sowohl der Call als auch der Put wertlos, und der Anleger behält die gesamte Prämie als Gewinn. Fällt der Kurs jedoch stark, etwa auf 80 EUR, muss der Anleger die Aktie zum Basispreis von 100 EUR kaufen, obwohl sie am Markt nur 80 EUR wert ist, und macht damit einen hohen Verlust. Steigt der Kurs hingegen deutlich, zum Beispiel auf 120 EUR, muss er die Aktie zu 100 EUR verkaufen, obwohl sie am Markt 120 EUR wert ist – auch hier entstehen erhebliche Verluste.


Ernst, D.; Häcker, J. (2022): Derivate: Optionen und Futures Schritt für Schritt. München: UVK Verlag

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