Selbstsozialisation
- Andreas Armster

- 1. Sept. 2025
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Sozialisation bezeichnet nach Luhmann die Selbstsozialisation psychischer Systeme. Das bedeutet, dass Individuen ihre Persönlichkeitsentwicklung nicht direkt durch äußere Vorgaben, sondern durch eigene Gedankenprozesse gestalten. Zwar stehen sie in struktureller Kopplung mit sozialen Systemen (Kommunikation), doch bleibt die Verarbeitung stets eigenaktiv und selbstbezüglich: Das Bewusstsein denkt, die Gesellschaft kommuniziert. (vgl. Corsten 2020, S. 95 f.)
Beispiel: Ein Schüler hört in der Schule verschiedene Meinungen über Umweltschutz. Er verarbeitet diese Informationen in seinem eigenen Denken und entwickelt daraus eine persönliche Haltung zum Thema. Dabei zeigt sich Sozialisation als Selbstsozialisation: Er übernimmt nicht einfach, was gesagt wird, sondern gestaltet seine Einstellung aktiv durch eigene Gedankenprozesse.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS



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