Selbstorganisationsansatz
Der Selbstorganisationsansatz beschreibt, wie Ordnung in komplexen Organisationen sowohl „autonom“ durch die aktiven Entscheidungen der Mitglieder als auch „autogen“ spontan durch die Dynamik des Systems entsteht. Er betont, dass Organisationen nicht vollständig von oben gesteuert werden können, sondern die Beteiligten Handlungsspielräume nutzen müssen, während gleichzeitig selbstorganisierte Prozesse beobachtet, gefördert oder kanalisiert werden. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 184 ff.)
Beispiel: In einem Softwareunternehmen dürfen die Entwickler selbst entscheiden, wie sie ein Projekt technisch umsetzen (autonome Selbstorganisation), während sich gleichzeitig durch die tägliche Zusammenarbeit informelle Regeln und Routinen entwickeln, z. B. dass Code-Reviews immer vor dem Merge stattfinden (autogene Selbstorganisation).
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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