Sekundäre Sozialisationsinstanz
- Andreas Armster

- 1. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Eine sekundäre Sozialisationsinstanz ist die Schule. Sie übernimmt nach der Familie die Aufgabe, Kinder und Jugendliche in die Gesellschaft einzuführen, indem sie Wissen, Fähigkeiten und gesellschaftlich relevante Werte vermittelt. Im Unterschied zur primären Sozialisation in der Familie ist die Schule stärker formal organisiert, staatlich geregelt und verpflichtet alle Heranwachsenden zur Teilnahme. Dadurch ergänzt sie die persönlichen Bindungen der Familie durch ein überpersönliches, regelgeleitetes Lernsystem und Anerkennungssystem. (vgl. Corsten 2020, S. 115 ff.)
Beispiel: In der Schule lernen Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch, wie man sich in Gruppen verhält, Regeln einhält und Verantwortung übernimmt. Zum Beispiel müssen sie im Klassenrat abwechselnd ihre Meinung äußern und Entscheidungen treffen, wodurch sie soziale Kompetenzen entwickeln, die über die familiären Erfahrungen hinausgehen.
Corsten, M. (2020): Lebenslauf und Sozialisation. Wiesbaden: Springer VS



Kommentare