top of page
Affiliate.png

Schütt-Aus-Hol-Zurück-Verfahren

5. Okt.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Okt.

Das Schütt-Aus-Hol-Zurück-Verfahren (SAHZ) ist eine Form der Finanzpolitik für Aktiengesellschaften, bei der zunächst der gesamte Jahresüberschuss vor Steuern ausgeschüttet und anschließend eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen beschlossen wird. Ziel war es, bei einer niedrigeren Besteuerung ausgeschütteter als thesaurierter Gewinne die steuerliche Belastung zu verringern. Durch die Abschaffung des gespaltenen Körperschaftsteuersatzes im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2000 verlor das SAHZ an Bedeutung. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 213 f.)


Beispiel: Eine AG schüttet ihren Jahresüberschuss von 1 Mio. € zunächst vollständig an die Aktionäre aus. Anschließend beschließt sie eine Kapitalerhöhung gegen Einlagen, bei der beispielsweise 900.000 € wieder in das Unternehmen eingebracht werden. Dadurch wird wirtschaftlich ein großer Teil der Mittel wieder für die Finanzierung des Unternehmens verfügbar.


Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen.

3. Auflage. Wiesbaden: Gabler

Kommentare


bottom of page