Schütt-aus-hol-zurück-Politik
Die Schütt-aus-hol-zurück-Politik war ein steuerliches Gestaltungsmodell, bei dem eine Kapitalgesellschaft ihren Gewinn zunächst an die Gesellschafter ausschüttete und diese den Nettobetrag anschließend als Darlehen oder Einlage wieder in die Gesellschaft zurückführten. Ziel war es, die steuerliche Belastung und die Kapitalkosten zu senken. Seit der Reform des Körperschaftsteuerrechts hat dieses Modell praktisch keine Bedeutung mehr. (vgl. Puke 2023, S. 235)
Beispiel: Eine GmbH schüttet 100.000 € Gewinn an ihre Gesellschafter aus. Diese zahlen den erhaltenen Betrag anschließend als Darlehen an die GmbH zurück, damit das Unternehmen weiterhin über das Kapital verfügen kann.
Puke, M. (2023): Lexikon für Steuerfachangestellte. 19. Auflage. Herne: NWB Verlag




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