Schmiergelder
Schmiergelder sind Geldbeträge oder andere Vorteile, die einer Person gegeben werden, damit sie ihre beruflichen oder geschäftlichen Pflichten zugunsten des Gebers verletzt oder ein bestimmtes Verhalten zeigt. Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass dieses Verhalten unlauter und nicht erlaubt ist. Kleine Geschenke, übliche Trinkgelder oder angemessene Essenseinladungen gelten hingegen nicht als Schmiergelder. Die Annahme von Schmiergeldern kann arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen wie Kündigung, Schadensersatz oder Strafen nach sich ziehen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 540)
Beispiel: Ein Einkäufer eines Unternehmens erhält von einem Lieferanten 1.000 Euro, damit er dessen Angebot auswählt, obwohl ein anderes Unternehmen das bessere und günstigere Angebot abgegeben hat.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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