Saarbrücker Formel
- Andreas Armster

- 16. Aug. 2025
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Die Saarbrücker Formel (Scholz/Stein/Bechtel, 2004) ist ein indikatorbasierter Ansatz zur monetären Bewertung des Humankapitals. Sie berücksichtigt vier Komponenten: die HC-Wertbasis (Marktwert der Beschäftigungsgruppen), den HC-Wertverlust (z. B. durch Vergessen oder Überalterung), die HC-Wertkompensation (z. B. durch Personalentwicklungsmaßnahmen) sowie die HC-Wertveränderung (z. B. durch Motivation oder Unternehmenskultur). Ziel ist es, das Humankapital eines Unternehmens in Geldeinheiten messbar und über Zeiträume oder Unternehmen hinweg vergleichbar zu machen. (vgl. Oechsler/Paul, 2024, S. 658 f.)
Beispiel: Ein mittelständisches Unternehmen mit 100 FTE bewertet sein Humankapital mithilfe der Saarbrücker Formel. Die marktüblichen Entgelte ergeben eine HC-Wertbasis von 5 Mio. €. Aufgrund von Überalterung und Wissensverlust wird ein HC-Wertverlust von 0,5 Mio. € angesetzt. Gleichzeitig investiert das Unternehmen 0,3 Mio. € in Personalentwicklung (HC-Wertkompensation). Durch einen hohen Motivationsindex ergibt sich zusätzlich eine positive HC-Wertveränderung von 0,2 Mio. €. Das ermittelte Humankapital beträgt somit 5 Mio. – 0,5 Mio. + 0,3 Mio. + 0,2 Mio. = 5 Mio. €.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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