Rollback-Verfahren
- Andreas Armster

- 4. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Das Rollback-Verfahren ist eine Methode zur Auswertung von Entscheidungsbäumen, bei der die optimale Entscheidung vom Ende des Planungszeitraums rückwärts zum Anfang ermittelt wird. Dabei wird für jeden Entscheidungsknoten die Alternative gewählt, die den höchsten erwarteten Wert (z. B. Kapitalwert) liefert, und diese Information sukzessive auf die vorhergehenden Knoten übertragen. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 154 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen überlegt, ob es eine Lizenz sofort kauft oder zunächst in Forschung investiert, um ein eigenes Patent zu entwickeln. Die zukünftigen Erlöse sind unsicher. Mithilfe des Rollback-Verfahrens wird zunächst für die letzten möglichen Entscheidungen der erwartete Kapitalwert berechnet, z. B. ob das Patent erfolgreich ist oder nicht. Dann wird diese Information genutzt, um die optimale Entscheidung für die vorhergehenden Knoten zu bestimmen. So kann das Unternehmen systematisch die bestmögliche Anfangsentscheidung treffen, die den maximalen erwarteten Kapitalwert liefert.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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