Robuste Steuerneutralität
- Andreas Armster

- vor 6 Stunden
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Robuste Steuerneutralität liegt vor, wenn ein Staat seine Steuersätze ändern kann, ohne dadurch seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu beeinflussen, weil die Steuerregeln so ausgestaltet sind, dass steuerliche Unterschiede keine Verzerrungen bei Handels-, Investitionsentscheidungen oder Standortentscheidungen verursachen. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 357 ff.)
Beispiel: Ein Land erhöht seine Mehrwertsteuer von 20 % auf 22 %, wendet sie aber strikt nach dem Bestimmungslandprinzip an und besteuert Kapitaleinkommen weiterhin nach dem Wohnsitzlandprinzip. Für Exporte fällt keine heimische Mehrwertsteuer an, und inländische Investoren zahlen unabhängig vom Investitionsort denselben Einkommensteuersatz. Dadurch ändern sich weder Exportpreise noch Investitionsentscheidungen. Die Wettbewerbsfähigkeit bleibt trotz Steuererhöhung unverändert (robuste Steuerneutralität).
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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