risk-shifting channel
Der risk-shifting channel beschreibt, dass zinsbedingte Margenrückgänge schwach kapitalisierte und stark verschuldete Kreditgeber dazu veranlassen, riskantere Geschäfte einzugehen, um ihre Erträge zu stabilisieren. Dieser Anreiz ist besonders stark, wenn Banken sich kurzfristig refinanzieren, langfristig verleihen und Zinserhöhungen wegen Wettbewerbsdrucks nicht vollständig weitergeben können. (vgl. Plaasch 2025, S. 8)
Beispiel: Eine Bank finanziert sich kurzfristig zu 2 % und vergibt langfristige Kredite zu 5 %. Nach einer Zinserhöhung steigen ihre Refinanzierungskosten auf 4 %, die Kreditzinsen kann sie wegen Konkurrenz aber kaum anheben. Die Marge schrumpft stark, daher vergibt die Bank nun riskantere Kredite mit 8 % Zins, um die Erträge zu sichern.
Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien




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