Risk Adjusted Return on Risk Adjusted Capital
Der Risk Adjusted Return on Risk Adjusted Capital (RARORAC) misst die Rentabilität einer Bank, nachdem sowohl der Gewinn als auch das eingesetzte Kapital um Risikokomponenten bereinigt wurden. Im Zähler steht der Gewinn abzüglich Risikokosten, im Nenner das erforderliche Risikokapital. Dadurch zeigt die Kennzahl, wie viel risikobereinigte Rendite pro Einheit risikobereinigten Kapitals erzielt wird und ermöglicht so eine besonders realistische Bewertung der Ertrags-Risiko-Relation. Ein höherer RARORAC weist auf eine effizientere Nutzung des Risikokapitals hin, sollte jedoch immer mit der angestrebten Mindestrendite („Hurdle Rate“) verglichen werden. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 113 f.)
Beispiel: Erzielt eine Bank einen Gewinn von 281 Mio. Euro und fallen gleichzeitig 120 Mio. Euro Risikokosten an, verbleibt ein risikobereinigter Gewinn von 161 Mio. Euro. Setzt man diesen Wert ins Verhältnis zum erforderlichen Risikokapital von 1.200 Mio. Euro, ergibt sich ein RARORAC von etwa 13,42 %. Das bedeutet, dass die Bank auf ihr risikobereinigtes Kapital eine Rendite von gut dreizehn Prozent erwirtschaftet hat – ein Ergebnis, das erst dann abschließend bewertet werden kann, wenn es mit der angestrebten Mindestrendite („Hurdle Rate“) verglichen wird.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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