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Reversed-Cash-and-Carry-Arbitrage

7. Jan.
1 Min. Lesezeit

Reversed-Cash-and-Carry-Arbitrage ist eine Arbitragestrategie, die bei einer Unterbewertung eines Futures angewendet wird. Dabei verkauft der Investor den Basiswert am Kassamarkt (Leerverkauf) und kauft gleichzeitig den unterbewerteten Future. Der Erlös aus dem Kassaverkauf wird bis zur Fälligkeit angelegt. Am Verfalltag wird der Basiswert über die Future-Position geliefert, sodass aus der Preisdifferenz zwischen Kassa- und Terminmarkt ein risikoloser Arbitrage-Gewinn entsteht. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 429 f.)


Beispiel: Ein Euro-Bund-Future notiert am Markt bei 124,50 %, während sein fairer Preis 125,00 % beträgt und damit eine Unterbewertung vorliegt. Ein Arbitrageur verkauft deshalb eine lieferbare Bundesanleihe am Kassamarkt und legt den Verkaufserlös zum Geldmarktzins an. Gleichzeitig kauft er den unterbewerteten Bund-Future. Am Verfalltag erhält er die Anleihe aus der Future-Position und liefert sie zur Deckung des Leerverkaufs. Die Differenz zwischen angelegtem Verkaufserlös und effektivem Lieferpreis stellt den risikolosen Arbitrage-Gewinn dar.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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