Return on Risk Adjusted Capital
- Andreas Armster

- 10. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Der Return on Risk Adjusted Capital (RORAC) misst die Rentabilität einer Bank im Verhältnis zum tatsächlich benötigten Risikokapital. Er setzt den Gewinn – ohne Abzug von Risikokosten – ins Verhältnis zum ökonomischen Kapital, das die Bank zur Abdeckung ihrer Risiken vorhalten muss. Die Kennzahl zeigt damit, wie effizient eine Bank das durch Risiken gebundene Kapital einsetzt. Ein höherer RORAC weist darauf hin, dass riskobehaftete Geschäftsbereiche ausreichend Gewinn erzielen, um ihre Kapitalbindung zu rechtfertigen. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 112 f.)
Beispiel: Erzielt eine Bank in einem Jahr einen Gewinn von 281 Mio. € und benötigt zur Abdeckung ihrer Risiken 1.200 Mio. € Risikokapital, ergibt sich ein RORAC von rund 23,4 %. Das bedeutet, dass jeder Euro Risikokapital im betrachteten Zeitraum einen Ertrag von gut 23 Cent generiert hat – ein Hinweis darauf, dass die Bank ihr risikobezogenes Kapital sehr effizient einsetzt.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler



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