Return on Average Equity
Der Return on Average Equity (ROAE) ist eine Rentabilitätskennzahl und misst, wie profitabel eine Bank im Verhältnis zu ihrem durchschnittlich eingesetzten Eigenkapital arbeitet. Er zeigt, welchen Gewinn die Eigentümer bezogen auf ihr Kapital im Jahresdurchschnitt erhalten. Dazu wird der Jahresüberschuss durch das arithmetische Mittel des Eigenkapitals zu Jahresbeginn und Jahresendende geteilt. Ein höherer ROAE signalisiert in der Regel eine bessere Rendite für die Eigenkapitalgeber, muss jedoch immer im Zusammenhang mit der Kapitalausstattung und dem Risikograd (z. B. durch den Kapitalhebel) gesehen werden. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 106)
Beispiel: Angenommen, eine Bank erwirtschaftet einen Jahresüberschuss von 15 Mio. €. Ihr Eigenkapital beträgt zu Jahresbeginn 180 Mio. € und zum Jahresende 200 Mio. €. Das durchschnittliche Eigenkapital liegt damit bei 190 Mio. €. Teilt man den Gewinn durch diesen Durchschnittswert, ergibt sich ein ROAE von rund 7,9 %. In diesem Beispiel bedeutet das, dass die Bank aus jedem Euro durchschnittlich eingesetzten Eigenkapitals knapp acht Cent Gewinn erzielt hat – ein Hinweis auf eine solide, aber nicht überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




Kommentare