Return on Average Assets
Der Return on Average Assets (ROAA) ist eine Rentabilitätskennzahl und misst, wie viel Gewinn eine Bank relativ zu ihrem durchschnittlichen Gesamtvermögen erwirtschaftet. Er setzt also den Jahresüberschuss ins Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme und zeigt, wie effizient das eingesetzte Vermögen zur Ertragsgenerierung genutzt wurde. Ein höherer ROAA spricht für eine profitablere und effizient arbeitende Bank, muss jedoch immer im Kontext des Risikoprofils und der Kapitalausstattung betrachtet werden. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 106 f.)
Beispiel: Angenommen, eine Bank erzielt im Jahr einen Jahresüberschuss von 140,5 Mio. €. Die durchschnittliche Bilanzsumme – also der Mittelwert aus Anfangskapital und Endbestand – beträgt 1.420 Mio. €. Teilt man den Gewinn durch die durchschnittliche Bilanzsumme, ergibt sich ein ROAA von 9,89 %. Das bedeutet, dass die Bank im betrachteten Jahr knapp zehn Prozent Gewinn gemessen an ihrem eingesetzten Vermögen erwirtschaftet hat – ein Hinweis auf eine hohe Ertragskraft bezogen auf die gesamte Aktivseite der Bilanz.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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