René Descartes
René Descartes (1596–1650) ging von einem radikalen Zweifel an der Sicherheit unseres Wissens aus. Er kam zu der Überzeugung, dass die Gewissheit des eigenen Denkens die Grundlage sicheren Wissens ist: „cogito ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich.“ Außerdem strebte er eine mathematisch ausgerichtete Erklärung der Welt an und machte den Menschen zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Betrachtung. Dadurch bereitete er laut dem Text den Weg für die moderne Psychologie und Erziehungswissenschaft. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 113)
Beispiel: Ein Schüler soll eine Aussage nicht einfach als wahr akzeptieren, nur weil eine andere Person sie behauptet. Er kann zunächst überlegen: „Woher weiß ich, dass das stimmt?“ und die Aussage Schritt für Schritt überprüfen. Sicher ist zunächst, dass er selbst gerade denkt und zweifelt – daraus folgt für Descartes die Gewissheit der eigenen Existenz.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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