Redispatch 2.0
- Andreas Armster

- 30. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Redispatch 2.0 ist ein netzseitiges Steuerungsinstrument, bei dem Übertragungsbetreiber und Verteilnetzbetreiber die Einspeisung und den Verbrauch von Stromerzeugern, Speichern und großen Verbrauchern ab 100 kW anpassen, um Netzengpässe zu vermeiden und die Systemsicherheit zu gewährleisten. (vgl. Linnemann 2024, S. 274 ff.)
Beispiel: Ein Verteilnetzbetreiber erkennt für den nächsten Tag einen Netzengpass. Er weist deshalb eine Windkraftanlage an, ihre Einspeisung zu reduzieren, und ordnet gleichzeitig an, dass ein Gaskraftwerk in einem anderen Netzgebiet mehr Strom erzeugt. Diese Maßnahmen erfolgen per Netzbetreiber-Anweisung, nicht durch Handel oder Gebote. Die betroffenen Anlagenbetreiber erhalten lediglich einen finanziellen Ausgleich für die Ausfallarbeit.
Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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